Untergriesbach war keine Reise wertFritzi
Bericht und Fotos von Frank Kirchhoff

Am Samstag, den 22.09.19 stand für beide Männerteams die Auswärtsfahrt in den Bayerischen Wald zum ehemaligen Bundesligisten SC Untergriesbach an. In manchen Sportarten könnte man sagen, es wurde eine Schneiderfahrt. Dass die 2. Mannschaft mit den einsetzbaren 5 Ringern keinen Stich machen würde, war von Anfang an klar. Franz Leitner war im Schwergewicht noch immer so angeschlagen, dass kein Kampf möglich war. Bernhard Fürstenau und Richard Buch litten unter Erkältungen und konnten nicht trainieren. Beide verloren Ihre Kämpfe klar, hätten aber auch unter normalen Umständen keine Chance gegen ihre Kontrahenten gehabt. Richard Buch konnte im Gewicht bis 61kg mit seiner kämpferischen Einstellung überzeugen und versuchte wenigstens dagegen zu halten. Jeffrey Kurth musste im Gewicht bis 75kg ran und war in beiden Kämpfen der bessere Ringer. Trotz seiner Überlegenheit lief er im griechisch-römischen Stil in einen Kopfzug und landete auf den Schultern. Im Freistil lies er seinem Gegner Garry Klier dann keine Chance und siegte seinerseits auf Schulter. Weitere Punkte holte Odysseas Isaakidis im Gewicht bis 66 kgOdysseas. Er siegte in beiden Stilarten mit 2 zu 0 Punkten. Endergebnis: 36 zu 8 für Untergriesbach. Das Ergebnis wurde wegen Wechselstartern vom Ligenreferenten nachträglich auf 24 zu 12 für Untergriesbach korrigiert. 
Beim Kampf der Oberligamannschaft hatte Trainerfuchs Fabio Aiello im Aufstellungspoker das Nachsehen. Untergriesbach stellte nicht so auf, wie unser Chefcoach sich das ausgerechnet hatte und somit waren die Chancen auf einen knappen Sieg wohl schon vor Kampfbeginn dahin. Man könnte sagen: „Am Anfang hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“
66 kg Freistil:
Auf Bitten der Untergriesbacher wurde der Kampf zwischen Vincent Kurth und Florian Unfried vorgezogen. Vincent, der in diesem Jahr leider nicht so viel wie in der Vergangenheit trainieren konnte, tat sich gegen seinen Gegner in rot schwer und unterlag mit 0 zu 3 Punkten.
57 kg Freistil:
Unser 14 jähriger Jungspund Laurin Huber musste auch diesmal wieder gegen einen bärenstarken Gegner antreten. Jonas Lenz lies dann auch wenig anbrennen und entschied den Kampf nach etwas mehr als 3 Minuten mit 4 zu 0 Punkten für sich. Allerdings hatte er es sich wohl leichter vorgestellt. Laurin kämpfte wieder richtig stark und konnte sogar 2 Wertungspunkte für sich verbuchen. Keine Sorge Laurin, es kommen zukünftig keine kleineren Gegner, aber durchaus schlechtere.Isaria Mannschaft
130 kg griechisch:
Sandro Punzo gegen Josef Neumüller hieß es dann im Schwergewicht. Sandro konnte die Schieberei gegen den wesentlich schwereren Untergriesbacher ausgeglichen gestalten und lediglich die von Kampfrichter Mustafa Durak gewerteten Passivitäten verhalfen dem schweren Brocken in rot zu einem Mannschaftspunkt.
61 kg griechisch:
Abdul Basir Ibrahimi musste im ungeliebten griechischen Stil gegen Johannes Lenz ran. Bereits vor dem Kampf hatte Fritzi kein gutes Gefühl. Lenz hatte aber gerade zu Anfang Schwierigkeiten ehe ihm dann eine 2 und eine 4 gelangen. Fritzi konnte zwar noch mit 6 zu 6 ausgleichen, unterlag aber auf Grund der höheren Wertung für Untergriesbach. Wieder ein Punkt für Team Rot.
98 kg Freistil:
Zu einem negativen Highlight des Abends kam es dann im Kampf zwischen Christoph Bauer und Christian Axenbeck. Dafür sorgten die sogenannten Ultra-Fans aus Untergriesbach. Als sich in einem an sich eher aktionsarmen Kampf Christian Axenbeck während einer Aktion am Oberschenkel verletzt behandeln lassen musste, meldeten sich die Ultras lautstark zu Wort.
Mit Schmähgesängen aus der untersten Schublade gegen den verletzten Sportler meinten die bildungstechnisch scheinbar minder begüterten Ultra-Fans, ihren Verein zu unterstützen. "Wer hier nicht mitgesungen hat, fühle sich nicht angesprochen". Zu allem Überfluss hatte der SC Untergriesbach vor Kampfbeginn seine treuen Ultras auch noch mit einem neuen Megafon beglückt. Den geistlosen Müll, der hier von der Fan-Tribüne abgesondert wurde, kann man ansonsten wohl nur in Fussballstadien verorten. Vorschlag für die Vereinsführung: Die Höchststrafe - Alkoholverbot für die Männer in schwarz.
Gerungen wurde nach der Unterbrechung dann auch wieder und Christioph Bauer siegte 3 zu 1 und holte einen Punkt für Untergriesbach.


86 kg griechisch:
Pavo Lucic konnte man im Kampf gegen den körperlich überlegenen Magomed Magomedov nicht wirklich viel zutrauen. Umso mehr überraschte die im Rahmen der Möglichkeiten sehr forsche Herangehensweise von Pavo. Er schaffte es, den Untergriesbacher in die ein oder andere schwierige Situation zu bringen. Am Ende reichte es aber nicht und Magomedov holte weitere 3 Punkte für Untergriesbach. Es blieb also weiterhin bei 0 Punkten für den SC Isaria.
71 kg griechisch:
In diesem Kampf wäre für den jungen Leonidas Tzampisvili gegen den erfahrenen Christoph Scherr mehr drin gewesen, als das knappe 0 zu 4. Ein ums andere Mal brachte der Unterföhringer den Mann aus Untergriesbach in Schwierigkeiten. Letztlich brachte Scherr dank seiner Erfahrung und wohlwollendem Kampfrichter den Kampf über die Runden. 2 Punkte Untergriesbach.
80 kg Freistil:
Für das Highlight aus Sicht des SC Isaria sorgte Florin Teschner gegen Benedikt Heindl. Heindl hatte mit dem unkonventionellen Kampfstil von Florin seine liebe Mühe. 70 Sekunden vor Ende der 1. Runde brachte Heindl den Unterföhringer dann in eine vermeintlich gefährliche Lage. Diese Sicht der Dinge hatte Kampfrichter Mustafa Durak allerdings ziemlich exklusiv. Florin stand im Sägebock und Heindl versuchte durch anklammern auf dem Rücken und am Kopf seinen Gegner zu Fall zu bringen. Eine Situation die in den Stand gepfiffen werden müsste. Durak sah das anders lies die beiden tatsächlich bis zum Gong in dieser Lage verweilen. Unglaublich! Das hatte natürlich Konsequenzen für die Kräfte von Florin. Aber in der zweiten Runde drehte der Unterföhringer angefixt durch sachdienliche Hinweise aus dem schwarzen Ultrablock erst richtig auf. Heindl war scheinbar nicht in bester konditioneller Verfassung, denn er verbrachte mehr Zeit auf der Matte liegend (pausierend) als kämpfend. Dieses Verhalten wurde allerdings nicht sanktioniert. Am Ende stand es 10 zu 3 für Florin Teschner, der sich sofort nach dem Kampf artig beim Untergriesbacher Ultra-Block für die Motivationsstütze bedankte. Die ersten und leider einzigen 2 Punkte für den SCI waren also eingefahren.
75 kg Freistil:
Unterföhring unbesetzt – kampfloser Sieger Nicolay Kurtev
75 kg griechisch:
Obwohl es natürlich um nichts mehr ging, zeigte Jeffrey Kurth gegen Daniel Loher noch mal eine sehr ansprechende Leistung. Jeffrey war um etliche Kilogramm leichter als sein Kontrahent und konnte doch phasenweise sehr gut mithalten. Er unterlag lediglich mit 2 zu 6 Punkten und konnte positiv überraschen.
Durch die sicher zu hoch ausgefallene 21 zu 2 Niederlage verbleibt der SC Isaria weiter auf dem letzten Platz der Oberliga Tabelle.
Wir freuen uns schon jetzt auf den Rückkampf gegen Untergriesbach, wo es uns eine Freude sein wird, die Ultras aus dem Bayerischen Wald mit Spezi, Mineralwasser und anderen Spezialitäten versorgen zu dürfen.

   

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